Viele Menschen merken nicht, wenn sie depressiv werden. Denn das ist fast immer ein schleichender Prozess: Man funktioniert noch eine ganze Weile. Man erledigt, was zu erledigen ist. Aber das Leben wird grauer, leiser, schwerer …
— Aus dem Vorwort
Exposé
Depression hat eine Geschichte
Und die lässt sich verändern
Sachbuch · Narrative Psychoedukation
Das Buch
Casablanca ist ein fertig durchgeschriebenes Sachbuch-Manuskript in sieben Kapiteln, das seinen Verlag sucht.
Ilsa Lund steigt im Filmklassiker „Casablanca" in ein Flugzeug. Die Flucht ist gelungen, sie ist in Sicherheit. Man könnte erwarten, dass jetzt alles gut wird. Aber was, wenn es das nicht wird? Was, wenn die Erleichterung ausbleibt — und stattdessen etwas beginnt, das sich wie ein allmählicher Rückzug aus dem eigenen Leben anfühlt?
Dieses Buch hat sieben Kapitel. Jedes beginnt mit Ilsas Geschichte — wie sich bei ihr eine Depression entwickelt und wie sie wieder herausfindet. Im zweiten Teil eines jeden Kapitels wechseln Perspektive und Tonfall: Die Autorin ordnet als Psychotherapeutin ein, was Ilsa widerfährt. Sie erklärt, was hinter ihren Gefühlen steckt — und warum das, was in der Therapie passiert, wirkt.
Das Konzept
Ilsa Lund sieht man im Film, so wie man manchmal Menschen sieht, die man nicht näher kennt: eine Frau, die stark wirkt. Die alles im Griff zu haben scheint. Die weitermacht. Dieses Buch öffnet den Blick nach innen — dorthin, wo der Film schweigt und wo man auch im echten Leben oft nicht hinschaut.
Das Buch handelt nicht von Marokko und nicht vom Zweiten Weltkrieg. Es handelt nicht einmal wirklich von Ilsa. Es handelt von dem, was Menschen widerfahren kann, wenn bestimmte Bedingungen zusammenkommen. Man muss den Film „Casablanca" nicht gesehen haben, um das Buch zu verstehen — aber wer ihn kennt, wird ihn danach anders sehen.
Depression ist kein Zeichen von Schwäche. Depression ist vielmehr die Reaktion auf eine psychische Verletzung — entstanden aus dem, was ein Mensch erlebt und nicht ausreichend verarbeiten konnte, vor dem Hintergrund dessen, was er oder sie mitbringt.
Wenn Depression auch aus unverarbeiteten Erfahrungen entsteht, stellt sich die Frage: Lässt sich dort ansetzen? Eine psychotherapeutische Methode, die man bisher vor allem aus der Traumatherapie kennt, eröffnet neue Wege: EMDR (steht für Eye Movement Desensitization and Reprocessing). Im Buch Casablanca wird spürbar, was eine solche Behandlung für einen Menschen bedeuten kann — und was sich verändert, wenn jemand beginnt, sich dem Erlebten zu stellen.
EMDR bei Depression
EMDR ist eine der am besten belegten Methoden in der Traumatherapie. Forschungsarbeiten der letzten Jahre weiten den Anwendungsbereich auf Depressionen aus — eine Entwicklung, die in der Fachwelt zunehmend diskutiert wird, in der breiteren Öffentlichkeit aber noch kaum angekommen ist. Casablanca greift das auf und zeigt am Beispiel Ilsas, wie eine EMDR-Behandlung bei einer Depression konkret aussehen kann.
Struktur
Jedes Kapitel des Buchs hat seinen eigenen emotionalen Schwerpunkt — und jedes baut auf dem vorherigen auf. Der Bogen führt von der Frage, warum jemand depressiv wird, über das, was Depression mit einem Menschen macht, bis zu der Frage, was Veränderung ermöglicht.
Warum wird jemand depressiv — und warum gerade jetzt? Was auf den ersten Blick unerklärlich wirken mag, hat meist eine nachvollziehbare Geschichte.
Die Tyrannei des Nachhinein: Warum Menschen in einer Depression sich für etwas schuldig fühlen, das sie nicht hätten verhindern können — und warum daraus etwas entstehen kann, das tiefer geht als Schuldgefühle.
Jemanden lieben und jemand anderen vermissen. Stark sein wollen und erleichtert sein, dass jemand anderes entschieden hat. Die Logik der Ambivalenz: Warum widersprüchliche Gefühle kein Makel sind.
Wut hat einen schlechten Ruf — besonders bei Menschen, die gelernt haben, Gefühle im Zaum zu halten. Aber was, wenn gerade die Wut den Hinweis enthält, den man am dringendsten braucht?
Monatelang hat Ilsa gegen sich selbst gekämpft — gegen die Schuldgefühle, gegen die Wut, gegen die Trauer. Es ging ihr immer schlechter, nichts schien zu helfen. Bis sie eine Entscheidung traf.
Ilsa beginnt eine Therapie — und spricht zum ersten Mal aus, was sie erlebt hat. Dabei wird sichtbar, was unter der Depression liegt — und wie EMDR dort ansetzen kann.
Der Weg aus einer Depression bedeutet nicht die Rückkehr zu einem früheren Zustand, sondern ein neues Verhältnis zu den eigenen Erfahrungen. Casablanca ist Geschichte geworden. Im besten Sinn des Wortes.
Zielgruppe
Allein in Deutschland sind jährlich rund 5,3 Millionen Menschen depressiv erkrankt — dazu kommen die Angehörigen und der Freundeskreis. Was Depression wirklich bedeutet, ist schwer nachzuvollziehen, wenn man es nicht selbst erlebt hat. Und wer mittendrin steckt, kann sich kaum vorstellen, dass es einen Weg heraus gibt — was wiederum schwer für das Umfeld zu ertragen ist.
Casablanca ist ein Buch, das verständlich geschrieben und schnell zu lesen ist — und dennoch in die Tiefe geht — und Hoffnung macht, dass eine Behandlung greifen kann. Das macht es für verschiedene Zielgruppen attraktiv.
Das Manuskript richtet sich an:
Positionierung
Bücher über Depression gibt es viele: Ratgeber mit Tipps, persönliche Erfahrungsberichte, klinische Fachbücher. Casablanca bettet fachliches Wissen in die fortlaufende Erzählung einer Figur ein. Man kann sich unter jeder Erklärung etwas Konkretes vorstellen, weil man es zuvor mit Ilsa miterlebt hat.
Konsequenter Wechsel zwischen literarischer Erzählung und fachlicher Einordnung. Erst spüren, dann verstehen.
Ilsas Geschichte erzeugt einen Erzählbogen, den reine Sachbücher nicht haben. Man will wissen, wie es weitergeht — und liest die fachlichen Reflexionen, weil einem Ilsa inzwischen nicht mehr egal ist.
Rund 90 Seiten — ein Buch für eine Bahnfahrt oder einen Nachmittag. Kurz genug, um auch dann noch zu funktionieren, wenn Energie und Konzentration gerade knapp sind.
Geschrieben von einer erfahrenen Psychotherapeutin — nicht von einer Journalistin, nicht aus zweiter Hand.
Julie Smith, Stefanie Stahl — Ratgeberliteratur von Therapeutinnen. Casablanca ergänzt das um einen Ansatz, bei dem man eine Figur kontinuierlich begleitet.
Das Konzept — ein filmischer oder literarischer Klassiker als Ausgangspunkt für die Auseinandersetzung mit einem Störungsbild — lässt sich auf weitere Themen übertragen, beispielsweise Angststörungen, Trauma oder Trauer. Auch als Hörbuch wäre das Format naheliegend.
Kontakt
Das Manuskript ist in allen sieben Kapiteln durchgeschrieben. Ich schicke gerne ein Probekapitel, das Exposé oder das vollständige Manuskript. Ich freue mich über Ihre Nachricht.
Claudia Frey · claudiafrey.de